Euer Feedback ist mein bester Ansporn und es macht echt Spass zu schreiben Also ganz frisch, das neue Kapitel. Hoffentlich habt ihr genauso viel Freude daran wie ich.
12. Kapitel
Seine glockenhelle Stimme hallte abermals durch mein Ohr und sendete eine kribbelnde Gänsehaut über meinen Körper.
Everybody needs affection
Looking for a deep connection
So put a little bit of love in my life today
Jedes Wort hauchte er so sanft und gefühlvoll, wie ich es zuvor kaum erlebt hatte. Ich glaubte ihm, ich würde ihm alles glauben und mir wahrscheinlich den dritten Staubsauger von ihm aufschwatzen lassen. Lächelnd schüttelte ich den Kopf und tauchte langsam wieder in die Realität ein. Schon sehr gut, Brian. Lass es uns gleich noch einmal versuchen., meinte ich milde durch die Mikros und drehte die Musik erneut auf Anfang.
Ich war mehr als zufrieden mit den ersten Aufnahmen und ich musste zugeben, es hätte auch weitaus schlimmer kommen können. Denn für gewöhnlich stellten sich gerade die etabliertesten Künstler und Musiker als komplette Flops heraus. Doch diese Jungs waren nicht nur erfolgreich, charmant und bodenständig, sondern auch überaus talentiert und mit diesem Talent ließ sich durchaus gut arbeiten.
Fahrig streifte ich mir die Kopfhörer von den Ohren und wand mich zu dem kleinen Loungebereich in meinem Rücken um. Vier Backstreet Boys blickten mich erwartungsvoll an und warteten scheinbar nur auf das Kommando von mir. Okay Jungs, euer Einsatz. Alle rein und zeigt mal was ihr könnt. Der Lautstärkepegel hob sich beachtlich und augenblicklich entstand Bewegung im Studio, während sich die Vier nach und nach in die Aufnahmekabine zu Brian begaben, ihre Kopfhörer aufsetzten und gemeinsam ans Mikro traten. Showtime., hörte Johnny hinter mir lächeln, während ich die Musik etwas lauter drehte. Der Moment der Wahrheit., grinste ich und gab das Zeichen für den Einsatz.
Color my world
Draw on my heart
Begannen sie gemeinsam mit dem Refrain und hatten schon nach den ersten Takten eine einheitliche Harmonie gefunden.
Take a picture of what you think of love
Looks like in your imagination
Es war Kevin, der ein weiteres Stück ans Mikro trat und die nächsten beiden Zeilen allein sang, während sich der Rest der Gruppe im Hintergrund hielt, bevor sie erneut zusammen einsetzten.
Write on my soul everything you know
Nicks ausdrucksstarke Stimme stach augenblicklich aus der Gruppe hervor, während er die letzten beiden Zeilen allein sang. Eine Mischung aus Klarheit und zartem Rock spiegelte sich in seinen Tönen wieder, mit denen er sich deutlich von der Masse absetzte und einen außergewöhnlichen Wiedererkennungswert erlangte.
Use every word you ever heard
To color my world
Die letzten Akkorde verklagen und gespannt musterten mich fünf Augenpaare hinter dem dicken Glas der Aufnahmekabine. Langsam hob ich die Hand und gab ihnen ein klares Daumenhoch. Das war... wow., drang meine Stimme durch die Lautsprecher und zauberte allen Anwesenden ein breites Lächeln auf die Lippen. Überrascht blickte ich mich zu Johnny um, der noch immer hinter mir verweilte. Johnny, verrat mir bitte, warum hast du mir diese fantastischen Stimmen über die ganzen Jahre vorenthalten? Sein warmes Lachen durchflutete den gesamten Raum und würde mich auch im Laufe des Tages noch des öfteren begleiten.
Müde wartete ich bis der Computer heruntergefahren war und knipste die kleine Lampe auf dem Schreibtisch aus. Feierabend, und den hatte ich mir redlich verdient. Die ersten Aufnahmen waren fertig und sollten morgen geschnitten und abgemischt werden. Dabei würde man mich wohl nicht unbedingt brauchen und das hieß meine Nacht würde nicht schon vor dem ersten Sonnenstrahl enden. Seufzend erhob ich mich, ordnete meine Unterlagen und verstaute sie in meiner Tasche. Jetzt nur noch Nachhause. Eine heiße Badewanne, ein guter Wein und etwas leckeres Zuessen würde meine Nerven besänftigen und mich sicherlich früh schlafen lassen.
Leise klopfte es an der Tür. Ich erlosch auch das letzte Licht und trat aus dem Büro heraus. Meri, schön dass..., entfuhr es mir, als ich aufblickte und ganz gewiss nicht Merissa mir gegenüber erblickte. Mr. Carter. Welch Überraschung., meinte ich und unterdrückte den aufkommenden Sarkasmus in meiner Stimme. Okay, wir hatten einen mehr als schlechten Start gehabt. Aber auch er hatte eine zweite Chance verdient. Bitte, sagen Sie doch endlich Nick., grinste er schief und misstrauisch musterte ich ihn, als er mir seine Hand entgegen streckte. Tut mir leid, ich bin das einfach nicht gewohnt., lächelte ich etwas zerknirscht, bevor ich seine Hand ergriff. Was kann ich denn für Sie tun, Nick? Gibt es noch irgendwelche Fragen zu den Aufnahmen? Nein, nein., meinte er schnell und ging langsam ein Stück den Gang hinunter. Ich bin eigentlich gar nicht wegen der Arbeit hier. Abrupt hielt ich inne und zog kritisch ich die Stirn kraus. Okay, inzwischen war ich mir längst nicht mehr so sicher, ob er diese zweite Chance wirklich verdient hatte und dieses Gespräch nicht in die völlig falsche Richtung verlief. Ich wollte eigentlich fragen, ob ich Sie vielleicht mal zum Essen einladen könnte... Moment., unterbrach ich ihn. Nick, Sie sind mein Geschäftspartner. Ich gehe sehr gern mit ihnen, ihren Kollegen und ihrem Manager etwas essen. Aber darüber hinaus wird es keine privaten Treffen geben. Denn auch dies ist in meiner Branche nicht üblich und jetzt entschuldigen sie mich bitte. Ich warte schon gar nicht mehr auf seine Antwort, wand mich um und ging weiter den Gang entlang zu den Fahrstühlen. Seine langen Schritte eilten mir nach, als er mich unvermittelt am Arm packte. Mr. Carter., forderte ich streng und blickte auf die Hand, die meinen Arm umschloss, als er mich losließ. Tut mir leid., sein Blick senkte sich. Bitte nur ein Essen, dann werde ich mich auch in Zukunft zurück halten., flüsterte er beinahe flehend. Nick, es geht einfach nicht.
Das war einfach unmöglich. Immer hatte ich dafür gesorgt, dass ich mein Privatleben und die Arbeit kategorisch voneinander trennte. Es gab keine außerbetrieblichen Treffen mit meinen Auftraggebern und selbst bei meinen Kollegen kam es recht selten vor, dass wir uns außerhalb dieser Wände trafen. Warum sollte ich also ausgerechnet jetzt eine Ausnahme machen, meine Prinzipien über Bord werfen und die Arbeit in meinen verdienten Feierabend einziehen lassen? Nein, es ging einfach nicht. Schluss. Ende. Aus.
Ich blickte auf und seine ozeanblauen Augen haften auf mir, während ich ihn mir genauer besah. Zugegebenermaßen er sah nicht schlecht aus. Hochgewachsen, engelsgleiches Gesicht, blondes Haar, blaue Augen und einige entzückende Muskel an den richtigen Stellen. Oh ja, er war attraktiv, aber gewiss kein Mann bei dem ich schwach werden könnten. Dennoch war da irgendetwas. Seine Hartnäckigkeit mit der er mich umgarnte, diese sympathische Ausstrahlung die ihn Strahlen ließ, ein ansteckendes Lachen und eine gewisse kindliche Schüchternheit, die auch meine letzten Zweifel auslöschte. Warum eigentlich nicht? Es ging hier lediglich um ein Essen und nicht um einen Heiratsantrag. Was sprach also noch dagegen.
Erwartungsvoll blickte er auf mich herab und ein breites Lächeln umspielte meine Lippen. Kennst du dieses kleine Restaurant draußen in den Hollywood Hills?, fragte ich zuckersüß und seine Augen wurden groß. Das heißt?... ja, das kenn ich., nickte er eifrig. Morgen Abend um acht?, meine Finger glitten zum Rufknopf des Fahrstuhls und sogleich setzte sich der Aufzug im unteren Geschoss in Bewegung. Morgen Abend um Acht, okay., bejahte Nick und sein Lächeln wurde noch ein Spur breiter. Aber um eins klarzustellen, das wird eine einmalige Sache. Danach sind wir einfach wieder nur Kollegen und dabei bleibt es dann auch., sagte ich ernst und ein kurzes Klingeln zeigte mir, das der Fahrstuhl uns erreicht hatte. Augenblicklich schoben sich die Metalltüren auseinander und ich meinte mein Herz würde zerspringen. Du hier?, riefen Nick und AJ gleichzeitig. Nervös senkte ich den Blick. Warum, warum nur, ausgerechnet jetzt, verdammt!! Mein Blick huschte zu Nick. ... ich werd dann mal., nuschelte ich und trat an AJ vorbei in die Kabine, der mich noch immer irritiert musterte. Nur noch hier weg. Mein Kopf dröhnte und das Herz schien mir aus der Brust zuspringen. Die Sekunden erschienen mir ewig, bis sich die Türen vor mir wieder in Bewegung setzten und sich langsam zusammenschoben. Bis morgen, Abend., lächelte Nick und ich wusste nicht, ob ich lachen oder weinen sollte. Bis morgen, Nick., meinte ich tonlos, bevor das Metall meinen Blick durchbrach und ich allein zurückblieb. Doch AJs dunkle Augen folgten mir und würden mir auch in dieser Nacht keine Ruhe mehr gönnen.



Ich will mehr !!! Das war diesmal noch besser als vorher ( geht das überhaupt ??lol) + ich fiebere wieder mal dem nächsten Teil entgegen !! So wie du schreibst , kann ich mir das bildlich vorstellen ! Ich wünschte auch so schreiben zu können...
Und AJ's Blick verfolgt mich jetzt auch...

Sowas von irre gut , mach bitte weiter so , ja ??!!
