ich habe eben den Zeitungsartikel vom Konzert in Nürnberg bekommen und dachte ich schreib ihn mal ab.
Die Rückkehr der alten Pop-Helden
Die "Backstreet Boys" gastierten in der "Arena" - Uramerikanische Show
Haben an Bühnenpräsenz und Ausstrahlung gewonnen: Die Backstreet Boys.
Es war vor über zehn Jahren, in den turbulenten Neunzigern, als die Popszene beinahe ausschließlich aus Boygroups zu bestehen schien: Damals dominierten fünf braungebrannte Jungs aus Orlando im US-Sonnenstaat Florida die Charts und spielten vor ausverkauften Sälen voller hysterisch kreischender Teenies. Jetzt sind die "Backstreet Boys" wieder da, gastierten auf ihrer Deutschland-Tour auch in der Nürnberger "Arena" - und auf den ersten Blick scheint sich nichts geändert zu haben.
Freilich sind AJ, Brian, Howie, Kevin und Nick sichtlich älter geworden und routinierter, die Show wirkt noch ein wenig perfektionistischer als damals. Anno 2005 lebt der Auftritt der fünf wie gehabt von spektakulären Choreografien, die synchroner und ausgefeilter scheinen, als bei fast allen anderen Entertainern des Pop; von vollsatten Harmoniegesängen, die auch aus dem einfachsten Song noch eine Gänsehaut-Hymne machen können; von der schieren Präsenz und Bühnenausstrahlung des Quintetts gepaart mit jenem guten Aussehen, das die Jungs schon vor einem Jahrzehnt zu Traumgeliebten und Wunsch-Schwiegersöhnen machte.
Nur zur Hälfte besetzt
Allein, der ganz große "Hype", der den agilen Herrenfünfer einst zu Millionären machte, will sich zumindest beim Nünrberger Konzert nicht einstellen. Die große "Arena" bleibt gut zur Hälfte leer, daran ändert auch die Begeisterung derer, die gekommen sind, um ihre Helden wieder einmal zu sehen, oder derer, die sie für sich gerade neu entdecken, nichts.
Immerhin weiß die Gruppe, die zwar über die Jahre kürzer trat, sich aber im Gegensatz zur britischen "Take That"-Konkurrenz zumindest offiziell nie aufgelöst hatte und sporadisch sogar neue Alben heraus brachte, was sie ihren beinharten Fans schuldig ist: Drei Viertel des Programms bestehen aus den alten Hits - entweder live in druckvollen, zeitgemäßen Versionen kredenzt oder in Videoeinspielungen als Pausenfüller genutzt, um den Jungs das Umziehen zu ermöglichen.
Im Kern ist die Show so uramerikanisch wie Popcorn, Bagels oder Fast Food. Und da müssen es schon ein paar mehr schicke Kostüme, pyrotechnische Knaller und Laser-Effekte sein. Halbe Sachen waren noch nie Sache dieser treffsicher auf den Punkt durchgestylten Formation. Die "Backstreet Boys" bleiben konsequent - auch in der feinen Selbstironie, mit der sie sich selbst auf den Arm nehmen und ihre Rollenklischees als Popstars hinterfragen. Das ist echte Souveränität.
Quelle: Fürther Nachrichten vom 07.11.05
Ich weiß jetzt auch nicht so genau, ob das gut oder schlecht ist
, muß jeder für sich entscheiden
LG
Sandy

. Zumindest was ich von meinem Platz aus erkennen konnte.